Der Jahreslauf auf unserem Hof - Winter
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| Schon im Winter, wenn still und unberührt die Felder noch ruhen unter einer beschützenden Schneedecke, beginnt in unserer klaren Vorstellung die gesamte Anbauplanung. Diese richtet sich nach den Bedürfnissen des Bodens, der von der sogenannten Fruchtfolge her jedes Jahr eine unterschiedliche Beanspruchung der Mineralien und sonstigen Nährstoffe haben soll. Nötig ist dafür eine gut ausgedachte Abwechslung der Gemüse-Familien von einem Jahr zum anderen, so dass sich der Boden durch ein natürliches Gleichgewicht regenerieren kann. |
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Unterstützt wird diese "Fruchtfolge" durch nährstoffreiche Zwischensaaten wie Legominosen (haben Knöllchenbakterien in den Wurzeln, die den Stickstoff binden) oder Kleegras, die nach dem Wachstum in den Boden geackert werden, diesen mit nährstoffreichen Mineralien anreichern und gleichzeitig Futter sind für die Regenwürmer, die den Boden fein und locker machen!
Ist alles gut geplant, werden bei Bio-Saatgut-Höfen die notwendigen Samen oder Jungpflanzen bestellt. Dabei muss auch die Saatgutmenge berechnet werden, damit für die einzelnen Hektar auch genügend, aber auch nicht zuviel Samen und Pflanzen in die Erde kommen. Etwa Mitte März dann kommen die ersten aufregenden Stunden und Tage, wo unsere Herzen höher schlagen vor Freude, wieder in den Jahreskreislauf einzusteigen. Wann kommen die ersten wärmenden Sonnentage? Wie sind die Bodenverhältnisse? Ist es schon einigermaßen trocken? Denn ist die Erde noch zu nass und schlammig, so schadet es der Bodenstruktur, wenn man mit dem Traktor zu früh hineinfährt ins Feld. Dann werden die kleinen Kapillaren der Erde, die einen gesunden Wasser- und Nährstoffaustausch ermöglichen, zerstört, und das gesamte Wachstum wird gehemmt und blockiert. Also ist schon im beginnenden Frühjahr trotz aller Vorfreude Geduld, Umsicht und Erfahrung angesagt, bis man dann endlich entscheidet: "Heut ist ein günstiger Tag"! Ein günstiger Tag ist, wenn die Tierkreiszeichen auf die Erde gut wirken und auch die Wetterbedingungen passen.
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Als erstes wird das Feld mit der Acker-Egge vorbereitet, so dass die groben Erdschollen feinkrümelig, locker und weich gemacht werden. Dann wird die Sämaschine hergerichtet, für die ersten Salate und auch die Karotten. Es ist ein wunderbares Ereignis, die kleinen, winzigen, federleichten Samenkörnchen, wo etwa 30 Stück nur 1 Gramm wiegen, in die dafür vorgesehenen Trichter zu füllen. Sie laufen dann während des Säens über ein kleines Rad mit lauter winzigen Löffelchen, die dann in eine Rinne führen und in die von der Maschine vorbereiteten Erdrinne fallen und sachte von einem Eisenzinken, |
| der sich am Ende der Sämaschine befindet, mit Erde bedeckt werden. Fünf Reihen pro Fahrt werden so gesät. Langsam und gerade geht es, von einem Feldende zum anderen. Immer wieder zwischendrin muß man vom Traktor steigen und schauen, ob sich auch die Löffelchen rhytmisch und leicht drehen, damit die angesäte Menge nicht zu wenig oder zu viel wird. Viele, viele Rillen werden so gezogen an einem Tag. Und am Abend dann blickt man zurück auf daß schon angesäte Feld. Man ist müde, aber es atmet eine stille Zufriedenheit, Freude und Dankbarkeit im Herzen. |
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